Hier reihen sich skizzenhafte Notizen, Einfälle und kurze Aufsätze aneinander. Themen steigen auf und verschwinden wieder. Der Jargon wechselt mit den Methoden. Steine für ein festes Gedankengebäude lassen sich nicht daraus formen.
Die Bezeichnung als „Levitationen“ soll ausdrücken, dass in den vorliegenden Texten etwas im Schweben ist. Soll heißen: Sie verdanken sich keiner wissenschaftlichen Forschung im strengen Sinn, sondern einem schlichten Verstehen-wollen, das Mittel und Wege sucht. Der Ausdruck weist aber auch darauf hin, dass man nicht allem Glauben schenken darf, was hier dargeboten wird.
Aktuelle Beiträge
- Dogma KI 26Die künstliche Intelligenz ist keine Entität. Während wir von unseren Hypostasierungsgelüsten Abstand nehmen, dürfen wir jedoch nicht übersehen, dass es sich bei der KI längst um eine Instanz handelt. Und als solche beginnt sie bestimmte Bereiche unseres Alltags zu dominieren. Manche sprechen hier von einer feindlichen Übernahme, andere nehmen die Segnungen, die uns durch die… Dogma KI 26 weiterlesen
- Die Segnungen der künstlichen IntelligenzDie KI wird uns Menschen in vielen Arbeitsbereichen entlasten. Wir werden mehr Freizeit haben, weil lästige Aufgaben wegfallen. Endlich können wir uns ungestört sinnstiftenden Tätigkeiten zuwenden und unser kreatives Potential voll ausschöpfen. Wir haben diese und ähnliche Aussagen schon in vielen anderen Zusammenhängen vernommen. Immer wenn es darum geht uns den Fortschritt schön zu reden… Die Segnungen der künstlichen Intelligenz weiterlesen
- RebeccaEs ist doch einigermaßen bemerkenswert, dass sowohl das Buch als auch der Film Reputationsprobleme hatten und noch immer haben. Daphne du Mauriers Roman »Rebecca« war bereits kurz nach seinem Erscheinen ein Weltbestseller, mit anderen Worten, ein Publikumshit. Doch die Literaturkritiker der Zeit maßen dem Werk keine große Bedeutung bei. Man gefiel sich darin, Vorbilder ausfindig… Rebecca weiterlesen
- Medeas LogikHandelt es sich um eine Frequenzillusion oder um eine Fügung des Schicksals? Gerade als das Symposium ›Anti/Medea – Phantasmen | Liebe | Täuschungen‹ stattfindet, geht der tragische Fall einer Kindstötung durch die österreichische Presse. Eine alleinerziehende Mutter hat offenbar ihren elfjährigen Sohn mit mehreren Messerstichen getötet. Die Umstände der Tat sind ungewöhnlich. In einem Zeitungsinterview… Medeas Logik weiterlesen
- Was einem bei Lacan chinesisch vorkommtAls wäre die Sprache, in der sich Lacan für gewöhnlich an uns wendet nicht schon schwierig genug, erweckt er in einer kurzen Passage des Seminars mit dem Titel »Über einen Diskurs, der nicht des Scheins wäre« den Eindruck, als würde er jeden Moment ins Chinesische wechseln wollen. Er malt chinesische Schriftzeichen an die Tafel und… Was einem bei Lacan chinesisch vorkommt weiterlesen
Marginalien
Zweifelhafte Stellen in den Texten werden mit folgenden Hinweisen gekennzeichnet.
incertus – unsicher
conicio – ich vermute
reprehendo – zu überprüfen
specificare – zu präzisieren
digna disputatione – diskussionswürdig
ambiguum – mehrdeutig
sic! – also steht es geschrieben
Zur Person
Martin Hödlmoser lebt und arbeitet in Wien. Auf das Studium der Theaterwissenschaft und der Kunstgeschichte folgte eine langjährige Tätigkeit als selbstständiger Grafik Designer. Zur Zeit kommt er seiner Lehrverpflichtung als Senior Lecturer am Institut für Design der Universität für Angewandte Kunst nach.